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Anlage- Boden-und Witterungsverhältnisse

Der Clos Sainte Apoline befindet sich mitten auf dem Bollenberg, einem steinigen, 300 m ü.d.M. gelegenen Kalksteinhügel zwischen Rouffach und Guebwiller. Die nahe gelegene "Haxakapelle" erinnert daran, dass in dieser Gegend einst Frauen als Hexen verfolgt und grausam hingerichtet wurden.

Man unterscheidet im Oberelsass 3 Lagen: die rheinische Ebene, die untervogesischen Hügel und die Hochvogesen. Der Wein gedeiht vorzüglich auf diesen zwischen Ebene und Berg gelegenen Hügeln. Die vorgelagerten, über 1000 m hohen Hochvogesen halten die vom Westwind getriebenen Regenwolken auf und sind insoweit Schutz und Schirm für die sonnigen Lagen des Weinbergs. Die Hochvogesen dienen also dem Weinberg quasi als Regenschirm und sorgen für das günstige Klima.

Man bedenke z.B., dass es auf dem Großen Belchen 2000 mm pro Jahr regnet, 4 mal so viel wie am Bollenberg, wo es im Jahresdurchschnitt nur 4-500 mm regnet.

Dieses fast mediterrane Klima sorgt dafür, dass die elsässischen Weinberge zu den trockensten in Frankreich zählen und so besonders aromatische Weißweine gedeihen. Die warmen, sonnigen Sommer und die guten Nachsaisonbedingungen erlauben eine relativ späte Weinlese.


Geschichtliches

Bis Mitte des Dreissigjährigen Krieges (1632) gehörte der Bollenberg zur Herrschaft Bollwiller, deren Herren ihre Herkunft auf eine auf dem Bollenberg nicht sicher dokumentierte Burg zurückführten. Wie auf anderen Hochlagen ebenfalls ( z.B. dem unterelsässischen Bastberg) gibt es seit dem 17. Jh keine Hexenverfolgungen mehr, wenn man auch noch immer von "Haxa" oder "Haxafiir" spricht und sich erzählt. Die hl. Apolline, deren Figur alle Flaschenetiketten des Weingutes ziert, hat den Hexenglauben verdrängt. Das Weingut selbst wurde 1887 von Domaine Hartmann in Clos Sainte Apolline umgetauft. Im Jahre 1945 übernehmen Eugène und Madeleine Meyer, unterstützt von ihren treuen Mitarbeitern Francois- Xavier Schlienger und Joseph Hoffmeyer die Betriebsleitung des Clos Sainte Apolline Bollenberg.

Seit 1981 führen nunmehr die Geschwister Meyer den Familienbetrieb.



Die Weinlese

Sie erfolgt zeitversetzt mit Rücksicht auf die Rebsorte und deren besondere Eigenart. Reifezustand, Lage und Rebenalter werden beachtet, wobei die Kelterung und der Reifeprozess größte Sorgfalt und Erfahrung erfordern. Unsere Reben werden von Hand gelesen. Zum Schutz der Aromen wird der Gärungsprozess streng kontrolliert. Wenn die Gärung zu Ende ist, wird der Wein abgezapft und bleibt in Eichenfässern von 6-100 hl bis zum Frühjahr gelagert. Nach 6- 9-monatiger Lagerung wird der Wein dann abgefüllt.

Als goldene Tropfen kann man am trefflichsten unsere Spätlesen ( sog. Vendanges Tardives) bezeichnen. Die Reben werden für diese Weine bis Ende November (Heilige Katharina) oder sogar Anfang Dezember geerntet.. Sie sind dann bereits mit Edelfäule (Botrytis) beschlagen. Diese Edelweine werden nur in kleinen Mengen produziert, denn der Winzer geht mit der Spätlese ein Risiko ein, das sich natürlich dann auch auf den Preis niederschlägt. Solche Weine gehören zur Spitzenklasse und lassen sich ohne Qualitätsverlust lange lagern. .

Absolute Spitzenweine sind die "Beerenauslesen" ( die sog. Selections die Grains Nobles), die nur gekeltert werden können, wenn verhältnismäßig viele Weinbeeren von der Edelfäule befallen sind. Ob dies der Fall ist, hängt von äußeren Parametern (Boden, Temperatur, Wetter, Alter der Rebstöcke, Ertrag) ab, was bedingt, dass nicht jedes Jahr eine Beerenauslese gekeltert werden kann.

Solche Weine sind natürlich die Spitzenprodukte der Elsässer Weine und werden z.B. zur Entenleberpastete, die wir auch selbst herstellen und zur "haute Cuisine" kredenzt.

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